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Unterrichtsevaluation

 

Allgemeine Gedanken zur Selbstevaluation

von StD Armin Stuirbrink

Die Selbstevaluation - falls durchgeführt - diente bisher ausschließlich der freiwilligen individuellen Orientierung und pädagogischen Standortsbestimmung einer Lehrkraft innerhalb einer Klasse oder eines Oberstufenkurses.
Nicht wenige Lehrkräfte haben sich auch bisher schon zu gegebener Zeit - meist zu Ende eines Schuljahres - einen Überblick über die subjektiven Ergebnisse des eigenen Unterrichts sowie über die “Befindlichkeiten” der Schüler, Wünsche, Ängste, Hoffnungen etc. verschafft. Insofern ist dieser Prozess nichts vollständig Neues.

Neu ist nun aber, dass Evaluation in einigen Fächern zum obligatorischen Regel- und Steuerungsprozess innerhalb einer ganzen Schule wird. Damit verbleiben die Ergebnisse und deren Bewertung nicht mehr nur im Erfahrungsbereich einer einzelnen Lehrkraft, sondern können (und sollen?) durchaus auch zu einer Diskussionsgrundlage zwischen den Lehrkräften einer Klassenstufe oder sogar innerhalb der gesamten Lehrerschaft einer Schule werden. Dazu gehören Mut, Engagement und Sensibilität für die subjektive Sicht der anvertrauten Schüler.
Die Diagnose- und Vergleichsarbeiten in Klasse 6 des G8 waren der Anfang hierzu, es hat sich hier wohl jedoch - gerade nach Aussage der betroffenen Lehrkräfte - gezeigt, dass die konkret vorgenommene Evaluation zumindest im ersten Jahr noch wenig aussagekräftig war.

Ein einfaches Beispiel für einen Selbstevaluationsbogen alter Form findet sich rechts neben dem Textfeld abgebildet. Er wurde seit mehreren Jahren sehr erfolgreich in Oberstufenkursen der Physik bzw. Mathematik eingesetzt und
hat sich als Gesprächsgrundlage zwischen Schülern und Lehrer zu Ende des 2.Kurshalbjahres sehr bewährt. Er wurde Ende Juli ausgegeben, über die großen Ferien ausgewertet und unmittelbar am ersten Schultag mit den Schülern ausführlich besprochen und - falls notwendig - umgesetzt.

Wiederholt hat sich bei dieser Selbstevaluation herausgestellt, dass das subjektive Bild des Lehrers nicht mit dem Bild der Schüler deckungsgleich war. Hier hat die Umsetzung der Evaluationsergebnisse wirklich zu einer besseren Kommunikation, zu einer nachhaltig besseren Unterrichtsatmosphäre und zu einem schülergerechteren Unterrichtsgeschehen geführt. Besonders wertvoll war hier natürlich, dass die Umsetzung unmittelbar und direkt in die Gestaltung der beiden letzten Kurshalbjahre vor dem Abitur bei gleicher Lehrperson einfließen konnten.

Evaluationsbogen hier zum Herunterladen


Mit dem Schuljahr 2006/07 hat die ‚Pilotphase Fremdevaluation’ begonnen, die auf zwei Schuljahre ausgelegt war und wissenschaftlich begleitet wurde. “Die Fremdevaluation ist so konzipiert, dass qualifizierte Evaluationsteams mit Hilfe eines Sets von standardisierten qualitativen Verfahren (Dokumentenanalyse, z.B. Schulportfolio, leitfadengestützte Interviews, Unterrichtsbeobachtung, Schulhausrundgang) der Schule eine kriteriengeleitete Rückmeldung von außen geben.” (Zitat aus der WebSite des LS Stuttgart)

 

Weitere Beiträge und Materialien zum Thema Evaluation sind uns willkommen und werden hier gerne eingestellt.
Wir freuen uns auch auf IHRE Beiträge !

Mehr zum Thema finden Sie auch auf den Seiten des Landesinstituts für Schulentwicklung (LS) in Stuttgart.

 

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